Grundlagen
1. Lies das ganze Rezept, bevor du anfängst
Wenn ich etwas Neues ausprobiere und das Rezept nicht vorher gründlich studiert habe, geht irgendetwas gewaltig daneben, weil ich von irgendeinem Schritt erst bei der Zubereitung erfahre. Mit Erfahrung kann man in diesen Situationen einiges wieder hinbiegen, aber es geht trotzdem nichts über Bescheid wissen. Es ist der Vorteil mit der größten Hebelwirkung.
2. Räum auf und mach sauber
Bevor ich anfange zu kochen oder zu backen, räume ich die Küche auf, falls noch irgendwas herumliegt oder die Spülmaschine voll ist, etc. Ich schmeiße Müll sofort weg, wenn er entsteht. Ich wische ständig Arbeitsflächen ab. Arbeitsplatz frei, Kopf frei, Platz im Hirn fürs Wesentliche, UND man muss hinterher nicht die gesamte Küche aufräumen und eingekrustete Töpfe schrubben, sondern nur die Sachen, die man zuletzt benutzt hast. Wirklich fast ALLES lässt sich eintausendmal besser saubermachen, wenn es sofort nach der Benutzung abgespült wird. Ich kenne fast keine Gnade hier. Just fucking do it.
3. Probier zwischendurch, nicht erst am Ende
Wenn beim Kochen irgendwas nach nichts schmeckt, fehlt meistens Salz oder Säure. Beides gibt man besser von Anfang an bzw. in Etappen dazu als am Ende alles auf einmal.
3. Beim Kochen: Von Anfang an abschmecken, nicht erst am Ende Nur wenige Ausnahmen bestätigen die Regel, dass sofort salzen und würzen besser ist, als damit zu warten (z.B. Brühe, hier gibt man erst am Ende Salz dazu, weil nur ungesättigtes Wasser dem Gemüse oder Fleisch die Geschmacksstoffe entziehen kann.) Das Ziel ist, ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie bestimmte Zutaten, Hitze, und vor allem Zeit den Geschmack verändern - also, auf welche Art man verlässlich ein wohlschmeckendes Gericht produziert.
Beim Backen gilt das natürlich nicht; bitte iss kein rohes Mehl.
4. Beim Kochen: Sinne benutzen, nicht blind Regeln befolgen Beim Kochen sind Mengen und Zeiten reine Orientierung. Dein Herd ist ein anderer als meiner, und deine Zutaten sind andere. Guck hin und probiere. Das ist kein Zaubertrank-Unterricht. Kochen heißt, auf das zu reagieren, was da ist.
Beim Backen sind die Regeln viel wichtiger, bzw. das Heraussuchen von guten Rezepten, wo die Regeln gut erklärt werden, sodass man ihnen auch nicht blind folgen muss. Andererseits muss man hier auch lernen, aufs Gefühl vertrauen, wenn etwas nicht so läuft, wie erklärt.
5. Stelle alles bereit, bevor du anfängst
Ich finde nicht, dass ich das erklären müssen sollte
6. Beim Backen: tausche Zutaten nicht blind aus Mehl, Zucker, Fett, Triebmittel, Salz, und Eier haben jeweils ihre Funktion; die Mengen oder die Zutat selbst zu verändern hat Konsequenzen. Wenn du es einmal erfolgreich gemacht hast heißt es nicht dass es mit einer anderen Zutat oder in einem anderen Rezept genauso gut klappt. (Zum Beispiel kann man beim Kuchenbacken das Salz durchaus weglassen. Es schmeckt dann einfach nicht optimal. Bei Hefe- und Sauerteig-Gebäck hingegen wird der Teig ohne Salz im Ofen nicht aufgehen, sondern auseinander)
7. Beim Backen: Verwende Messlöffel und eine Waage Ein Teelöffel meint 5 ml, ein Esslöffel 15 ml. Löffel aus der Besteckschublade sind alle unterschiedlich groß. Was in Gramm angegeben ist, wird gewogen.
8. Beim Backen: Heize den Ofen wirklich vor Und verlass dich nicht auf die Anzeige. Viele Öfen weichen von der eingestellten Temperatur ab. Ein Ofenthermometer kostet nicht viel und lohnt sich, wenn du viel backst. (Oder du hast schon viele Fehlversuche unternommen, jedes Mal analysiert, was schief gelaufen ist, und weißt daher, wie du den Ofen einstellen musst, um die erforderliche Temperatur zu bekommen) Geht mit 4. einher - je weniger man sich über die tatsächliche Ofentemperatur sicher ist, desto mehr musst man wirklich hingucken, riechen, prüfen.
Zuletzt bearbeitet am 16. September 2026.